Neville Chamberlain

Neville Chamberlain

1937 wurde Neville Chamberlain britischer Premierminister. Sein Wunsch nach Erhaltung des Friedens führte dazu, daß er sich auf eine Politik der Beschwichtigung gegenüber den europäischen Diktatoren und ihren territorialen Gelüsten einließ. Die Schwäche dieser Politik wurde noch dadurch verschlimmert, daß er es unterließ, strategische Bündnisse zu schließen, insbesondere mit der Sowjetunion, die zu jenem Zeitpunkt nur zu bereit dazu gewesen wäre. Chamberlains zauderliche Haltung und seine Schlichtungsversuche wurden von Hitler als moralische und politische Feigheit und Entschlossenheit zum Nichthandeln ausgelegt.

Hitlers zynische Mißachtung der mit Chamberlain getroffenen Vereinbarungen sollte dessen Position in Großbritannien untergraben. Als der Krieg ausbrach, war seine Autorität als Staatsmann und Führer seines Landes durch die völlige Wertlosigkeit der Zusicherungen, die er von Hitler erhalten hatte, irreparabel beschädigt.

Am 7. Mai 1940 trat Chamberlain zurück, und Winston Churchill wurde neuer britischer Premierminister. Chamberlain starb im November des gleichen Jahres. Die Demütigung durch Hitler und das Scheitern seiner ehrlichen Bemühungen um Frieden hatten einen gebrochenen Mann aus ihm gemacht.

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