Landungsoperationen

Landungsoperationen

Seit 1940 ging man davon aus, daß eine großangelegte alliierte Offensive in Europa mit umfangreichen amphibischen Landungsoperationen verbunden sein würde. Gleich nach der Kapitulation Frankreichs wurde eine gemeinsame Kommandostelle eingerichtet, die sich mit den technischen und logistischen Problemen solcher Operationen beschäftigen sollte. Zugleich wurde die Arbeit an der Entwicklung spezieller Landungsboote beschleunigt. Die Japaner waren die ersten, die großangelegte seegestützte Landungsunternehmen in die Tat umsetzten. In den ersten Monaten des Pazifikkrieges führten sie eine ganze Reihe von Invasionen auf Inseln durch.

Zur Rückeroberung der pazifischen Inselwelt und des europäischen Festlandes entwickelten die Alliierten eine umfassende Technologie der amphibischen Kriegführung. Die Produktion von Landungsbooten für den Truppentransport sowie der Seetransport waren in erster Linie Aufgabe der Amerikaner, während die Briten die Entwicklung von Spezialfahrzeugen übernahmen.

Die neue Gattung von Spezialbooten und -fahrzeugen wurde hauptsächlich an den Stränden Italiens erprobt, doch der Höhepunkt solcher Operationen auf dem europäischen Kriegsschauplatz war die Landung in der Normandie, das größte gemeinsame Unternehmen von Luft- und Seestreitkräften im 2. Weltkrieg.

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