Kategorie-Archiv: Ardennen Offensive

Zweite Ardennenoffensive

Zweite Ardennenoffensive

Bis Dezember 1944 hatten die alliierten Armeen die Deutschen bis zu den Verteidigungsstellungen des Westwalls zurückgetrieben, die Stadt Aachen eingenommen und den Westwall westlich von Köln durchbrochen. In dieser Lage, als ein alliierter Durchbruch in die wichtigen Industriezentren des Ruhrgebiets kurz bevorzustehen schien, kam Hitler zu der Überzeugung, daß die einzige Hoffnung für das Reich darin bestand, alle verfügbaren Reserven bei einer letzten verzweifelten Offensive im Westen einzusetzen.

25 Divisionen wurden heimlich im Gebiet der Eifel zusammengezogen. Unter ihnen befand sich auch die gut ausgerüstete 6. SS-Panzerarmee unter dem Befehl von Sepp Dietrich. Am 16. Dezember begann der Angriff durch die Ardennenwälder im Südwesten Belgiens.

Obgleich es sich fast um eine Wiederholung der Offensive von 1940 handelte, die zur Kapitulation Frankreichs und Räumung von Dünkirchen geführt hatte, gab es keine Vorkehrungen der alliierten Militärplaner für einen solchen Angriff. Den Deutschen gelang die vollkommene Überraschung. Im Zentrum der Front wurden unerfahrene amerikanische Einheiten vollständig überrannt. Das Ziel der Offensive war es, eine Bresche in die alliierten Linien zu schlagen und mit Panzern in Richtung Namur und zur Maas vorzustoßen. Von dort sollte ein rascher Vorstoß nach Antwerpen die alliierten Armeen, die das Ruhrgebiet bedrohten, wirksam abschneiden.

Bis Weihnachten waren die Deutschen an manchen Stellen bis zu 100 Kilometer weit vorgerückt, doch wenige Kilometer von der Maas entfernt kam die Offensive zum Stehen – nicht aufgrund alliierter Gegenwehr, sondern wegen chronischen Treibstoffmangels. Das Ergebnis des Angriffs war deshalb nicht mehr als eine große Beule in der Front.

Heftigerer Widerstand alliierter Verbände an den Flanken der Offensive und insbesondere bei der Stadt Bastogne hatte einen allgemeinen Durchbruch nach Westen verhindert. Gegenangriffe gegen die Flanken drohten die Beule nun abzuklemmen und das Gros von Dietrichs Kräften im Westen abzuschneiden.

Am 8. Januar war die Lage unhaltbar geworden, und die ursprünglichen Ziele der Offensive waren nicht mehr zu erreichen. Angesichts der Knappheit von Treibstoff und Munition befahl Dietrich den Rückzug ins Reich. Hitlers letzter großer Versuch, das Ruder im Westen herumzureißen, hatte wenig eingebracht, die Wehrmacht aber über 100.000 Mann, 600 Panzer und 1.600 Flugzeuge gekostet. Im Jahr 1945 waren solche Verluste nicht mehr zu ersetzen.

Zweite Ardennenoffensive

Ardennen Offensive

Ardennen Offensive

Gemäß dem deutschen Plan für den Westfeldzug 1940 lag der Angriffsschwerpunkt in einer bewaldeten Bergregion in Südbelgien, den Ardennen, die von den Franzosen als für Panzer unpassierbar angesehen wurden.

Da ein deutscher Angriff über Holland erwartet wurde, hatten Briten und Franzosen starke Streitkräfte an der belgischen Grenze zusammengezogen, die bereit waren, vorzurücken und sich den deutschen Truppen entgegenzustellen. Doch der Frontabschnitt im Bereich der Ardennen zwischen den Befestigungen der Maginot-Linie und den mobilen Verbänden an der belgischen Grenze war mit personell schlecht ausgestatteten französischen Reservistendivisionen nur schwach besetzt.

Am 10. Mai 1940 wurde der deutsche Blitzkrieg mit Landungen von Fallschirmspringern und Gleitflugzeugen in Holland und Belgien eröffnet, doch der Hauptzweck dieser Angriffe war es, die britisch-französischen mobilen Verbände zu veranlassen, durch Belgien nach Norden vorzurücken, wodurch ihre Nachschublinien in die Länge gestreckt und ihre Flanke dem Hauptangriff der Heeresgruppe A durch die Ardennen ausgesetzt war.

Während sich Briten und Franzosen vorsichtig nach Norden bewegten, begannen 40 deutsche Divisionen, davon sieben Panzerdivisionen, mit dem Vorstoß durch die Ardennen in Richtung auf den Fluß Maas. Die Briten und Franzosen, die sich nicht über das Ausmaß der Bedrohung ihrer Flanke im klaren waren, bezogen feste Positionen entlang einer Nord-Süd-Linie durch Belgien.

Am 12. Mai erreichten die ersten Divisionen der Heeresgruppe A die Maas. Am Abend des folgenden Tages hatte das Gros der Streitmacht den Fluß überschritten. Am 14. Mai begann ein Durchbruch der Panzer- und motorisierten Divisionen entlang der sich auflösenden französischen Linien im Raum Sedan, der in westliche Richtung durch Nordfrankreich in Richtung Abbeville und die Atlantikküste fortgesetzt wurde. Der Durchbruch bei Sedan teilte die britisch-französischen Streitkräfte in zwei Hälften, schnitt die mobilen Divisionen in Belgien ab und führte innerhalb kurzer Zeit zu dem Debakel von Dünkirchen und der Kapitulation Frankreichs.

Ardennen Offensive