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Anschluß Österreichs

Anschluß Österreichs

Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages von 1919 war der Anschluß Österreichs an Deutschland ausdrücklich verboten, doch es gab in beiden Ländern starke Kräfte, die ihn forderten. Von den nationalsozialistischen Parteien beider Länder propagiert, wurde der Anschluß Österreichs zu einem der Grundsteine von Hitlers „tausendjährigem Reich“.

1934 ermordeten österreichische Nationalsozialisten den Bundeskanzler Dollfuß und unternahmen einen Putschversuch. Doch der politische Mord und das Scheitern des Staatsstreichs sowie die ablehnende Haltung in weiten Teilen Europas zwangen Hitler, seinen österreichischen Gesinnungsgenossen die aktive Unterstützung vorerst zu entziehen.

1938 fühlte er sich jedoch stark genug, um unter Androhung von Gewalt durchzusetzen, daß österreichische Nazis in der Wiener Regierung einflußreiche Posten erhielten.

Aufgrund der Billigung dieser Politiker und der von den Nazis geschürten wachsenden Unruhen konnte Hitler am 12. März 1938 deutsche Truppen nach Österreich entsenden, um die Ordnung wiederherzustellen und das Land „heim ins Reich“ zu holen.

In den ersten Wochen nach dem Anschluß wurden 76.000 seiner österreichischen politischen Gegner ins Konzentrationslager Dachau verschleppt, 35.000 zur Hinrichtung nach Mauthausen.

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