Schlacht um Monte Cassino

Schlacht um Monte Cassino

Hoch über der Küstenstraße zwischen Neapel und Rom thronend, war Monte Cassino eine der am stärksten ausgebauten Verteidigungsstellungen auf der italienischen Halbinsel.

Im Winter 1943/44 bildete Monte Cassino den westlichen Angelpunkt der deutschen Gustavlinie. Im Rahmen der alliierten Versuche, diese Linie zu durchbrechen, wurde Monte Cassino, dessen Verteidiger aus Soldaten der deutschen 1. Fallschirmjäger-Division bestanden, nacheinander von amerikanischen, britischen, neuseeländischen, indischen und polnischen Streitkräften angegriffen.

Am 16. Februar 1944 wurde das historische St. Benedict-Kloster auf dem Gipfel des Monte Cassino trotz weltweiter Proteste von alliierter Artillerie und Bomben zerstört.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Deutschen das Kloster selbst nicht besetzt, aber nach der Bombardierung stellte sich heraus, daß die Ruinen viel bessere Verteidigungsstellungen boten als jene, in denen sie zuvor gelegen hatten. Nach einer Woche schwerer Kämpfe wurde Monte Cassino dennoch am 11. Mai 1944 vom 2. polnischen Korps erobert.

Schlacht um Monte Cassino

Die Burmastrasse

Die Burmastrasse

1938 hatte Japan die Küsten Chinas unter seine Kontrolle gebracht, die wichtigsten Städte besetzt und die verbliebenen nationalistischen und kommunistischen Streitkräfte in die Westprovinzen des Landes abgedrängt.

Der organisierte chinesische Widerstand war von diesem Zeitpunkt an auf amerikanische Hilfslieferungen angewiesen, die China auf dem Landweg über Burma erreichten, auf der sogenannten Burmastraße.

Mit dem Einmarsch in Burma im Dezember 1941 wollten die Japaner in erster Linie dem chinesischen Widerstand, der schon schwächer geworden war, den Garaus machen, indem sie das westliche Ende der Burmastraße unter ihre Kontrolle brachten.

In den ersten Monaten des Jahres 1942 verstärkten die Japaner ihre Offensive und warfen britische und chinesische Streitkräfte während eines stetigen Vormarschs durch Zentralburma bis zur indischen Grenze zurück. Im März war Rangun erobert und Ende April die Burmastraße abgeschnitten.

Sie sollte bis Februar 1945 geschlossen bleiben. Der Nachschub für die Chinesen gelangte von nun an auf dem Luftweg von Indien über die hohen Gebirgsketten des Himalaya nach Kunming in China. Die Luftroute nach Kunming war wegen der vielen im Gebirge abgestürzten Flugzeuge als „Aluminium Trail“ bekannt.

In diesem gesamten Zeitraum hatte die Rückeroberung Burmas eine geringere Priorität als andere Kriegsschauplätze. 1944 wurden aber in Indien Vorbereitungen für eine alliierte Gegenoffensive getroffen. Lord Mountbatten wurde Oberbefehlshaber in Südostasien. Sein Stellvertreter General Stillwell erhielt den Auftrag, chinesische Soldaten in Indien auszubilden und das Kommando über sie zu führen.

1944 hatten die Alliierten in der Region die Lufthoheit errungen und Stützpunkte im Norden Burmas eingerichtet.

Um der sicher zu erwartenden Offensive der Alliierten zuvorzukommen, führten die Japaner einen Präventivschlag über die burmesische Grenze hinweg gegen den Nordosten Indiens. Die Operation dauerte von Februar bis Juli. Als sich die Japaner schließlich zurückzogen, waren ihre Armeen in den Kämpfen stark geschwächt worden. Das Tor zu Burma stand weit offen.

Im Januar 1945 war die Burmastraße wieder geöffnet, und im Mai hatten die Alliierten Rangun zurückerobert.

BURMA – Die Burmastrasse

Zweite Ardennenoffensive

Zweite Ardennenoffensive

Bis Dezember 1944 hatten die alliierten Armeen die Deutschen bis zu den Verteidigungsstellungen des Westwalls zurückgetrieben, die Stadt Aachen eingenommen und den Westwall westlich von Köln durchbrochen. In dieser Lage, als ein alliierter Durchbruch in die wichtigen Industriezentren des Ruhrgebiets kurz bevorzustehen schien, kam Hitler zu der Überzeugung, daß die einzige Hoffnung für das Reich darin bestand, alle verfügbaren Reserven bei einer letzten verzweifelten Offensive im Westen einzusetzen.

25 Divisionen wurden heimlich im Gebiet der Eifel zusammengezogen. Unter ihnen befand sich auch die gut ausgerüstete 6. SS-Panzerarmee unter dem Befehl von Sepp Dietrich. Am 16. Dezember begann der Angriff durch die Ardennenwälder im Südwesten Belgiens.

Obgleich es sich fast um eine Wiederholung der Offensive von 1940 handelte, die zur Kapitulation Frankreichs und Räumung von Dünkirchen geführt hatte, gab es keine Vorkehrungen der alliierten Militärplaner für einen solchen Angriff. Den Deutschen gelang die vollkommene Überraschung. Im Zentrum der Front wurden unerfahrene amerikanische Einheiten vollständig überrannt. Das Ziel der Offensive war es, eine Bresche in die alliierten Linien zu schlagen und mit Panzern in Richtung Namur und zur Maas vorzustoßen. Von dort sollte ein rascher Vorstoß nach Antwerpen die alliierten Armeen, die das Ruhrgebiet bedrohten, wirksam abschneiden.

Bis Weihnachten waren die Deutschen an manchen Stellen bis zu 100 Kilometer weit vorgerückt, doch wenige Kilometer von der Maas entfernt kam die Offensive zum Stehen – nicht aufgrund alliierter Gegenwehr, sondern wegen chronischen Treibstoffmangels. Das Ergebnis des Angriffs war deshalb nicht mehr als eine große Beule in der Front.

Heftigerer Widerstand alliierter Verbände an den Flanken der Offensive und insbesondere bei der Stadt Bastogne hatte einen allgemeinen Durchbruch nach Westen verhindert. Gegenangriffe gegen die Flanken drohten die Beule nun abzuklemmen und das Gros von Dietrichs Kräften im Westen abzuschneiden.

Am 8. Januar war die Lage unhaltbar geworden, und die ursprünglichen Ziele der Offensive waren nicht mehr zu erreichen. Angesichts der Knappheit von Treibstoff und Munition befahl Dietrich den Rückzug ins Reich. Hitlers letzter großer Versuch, das Ruder im Westen herumzureißen, hatte wenig eingebracht, die Wehrmacht aber über 100.000 Mann, 600 Panzer und 1.600 Flugzeuge gekostet. Im Jahr 1945 waren solche Verluste nicht mehr zu ersetzen.

Zweite Ardennenoffensive

Marschall Semjon Budjonny

Marschall Semjon Budjonny

Marschall Budjonny, ein Freund Stalins, war einer von nur zwei sowjetischen Marschällen, welche die Säuberungen des russischen Offizierskorps im Jahr 1938 überlebten. Nach Hitlers Überfall auf die Sowjetunion 1941 übertrug Stalin Budjonny den Befehl über die Süd- und Südwestfront und ließ diesen beiden Fronten vorrangig Nachschub und Verstärkung zukommen.

Für die Verteidigung Kiews und der Ukraine besaß Budjonny eine überwältigende zahlenmäßige Überlegenheit, allerdings nicht die geringste militärische Kompetenz. Seinen Aufstieg verdankte er weitgehend seiner Vorliebe für Alkoholgelage, die er mit dem Diktator teilte.

Unter Stalins Aufsicht leitete Budjonny die größte militärische Katastrophe der Geschichte. Innerhalb weniger Wochen hatte er fast die Hälfte der Roten Armee und den größten Teil der Ukraine verloren. Am 13. September wurde Budjonny seines Postens enthoben und zur Reservefront versetzt. 1943 wurde er Kommandeur der sowjetischen Kavallerie.

Marschall Semjon Budjonny

Feldmarschall Alan Brooke

Feldmarschall Alan Brooke

Sir Alan Brooke, der sich beim Abzug aus Dünkirchen 1940 besondere Verdienste erworben hatte, wurde 1941 zum Generalstabschef befördert. 1942 wurde er Vorsitzender des Stabschefskomitees und oberster Militärberater Churchills. In dieser Eigenschaft konnte er auf Churchills Entscheidungen Einfluß nehmen, wobei er zur Zurückhaltung mahnte und solide strategische Ratschläge gab. Nach dem Krieg wurde er in den Adelsrang eines Vicomte erhoben.

Feldmarschall Alan Brooke