Blitzkrieg

Blitzkrieg

Es war die technische Weiterentwicklung des Panzers, die zu einer Revolutionierung der Militärtaktik führte. Der deutsche Blitzkrieg begann im September 1939 gegen Polen und im Mai 1940 gegen Westeuropa. Er war durch eine Kombination aus schnellen Vorstößen mit Panzerverbänden und taktischer Luftunterstützung gekennzeichnet. Während Panzerkolonnen mit hoher Geschwindigkeit Feindverbände einkesselten, zerstörten Bomber und Sturzkampfflugzeuge Verbindungswege, Nachschublinien und Verstärkungen.

Die Niederlage der französischen Armeen angesichts des Blitzkrieges beruhte auf ihrer traditionellen Taktik, die darin bestand, Panzer hauptsächlich zur Unterstützung langsamer Infanterieverbände einzusetzen.

Die mit Hilfe der Blitzkriegtaktik errungenen Siege weckten innerhalb kurzer Zeit in vielen Menschen den Glauben an die Unbesiegbarkeit der Wehrmacht.

Blitzkrieg

Luftkrieg gegen Englands Städte

Luftkrieg gegen Englands Städte

Die systematische Bombardierung britischer Städte begann mit massiven Luftangriffen auf London in der Nacht zum 8. September 1940. Tausende von Häusern wurden in jener Nacht zerstört und über 450 Personen getötet. Für die Einwohner Londons war diese Nacht die erste von 57 aufeinanderfolgenden Nächten, in denen die Bomben fielen. Auch andere Städte waren betroffen. Nur wenige größere Städte kamen ungeschoren davon. Ende September waren 7.000 Zivilisten ums Leben gekommen, die meisten davon, aber längst nicht alle, in London.

In der Nacht zum 15. November warfen drei Bomberflotten Hunderte von Tonnen schwerer Bomben und Brandbomben auf das wichtige Rüstungszentrum Coventry. Der Angriff verursachte gewaltige Schäden. Hunderte von Fabriken, Werkstätten und Büros wurden zerstört oder stark beschädigt. Im Stadtzentrum standen nur noch Ruinen.

Die in Coventry angerichteten Schäden unterschieden sich im Grunde nicht sehr von denen in anderen britischen Städten, doch die Zielgenauigkeit und Intensität der Bombardierung löste in England einen Schock aus. Die Zerstörung der Kathedrale von Coventry und die Massenbeisetzungen der Bombenopfer wurden zu Symbolen für den Schrecken der deutschen Luftangriffe.

Mit den Bombern kam der totale Krieg zum erstenmal nach England. Die Zivilbevölkerung stand plötzlich im Mittelpunkt des Kriegsgeschehens. In den ersten 20 Kriegsmonaten kamen mehr Zivilisten in der Heimat als britische Soldaten in der Schlacht ums Leben. Doch militärisch hatten die deutschen Luftangriffe keine große Wirkung. Trotz aller Engpässe und Härten blieb die Moral der Briten ausgezeichnet. Kinder wurden aus den wichtigsten Städten evakuiert, und man baute Luftschutzbunker. Aufopferungsvoll arbeiteten die Menschen härter, lernten zu improvisieren und mit dem auszukommen, was da war. Die Produktion von Waffen und Kriegsmaterial wurde ausgeweitet.

Wenngleich britische Städte fast bis zum Ende des Krieges immer wieder bombardiert wurden, brachte doch das Frühjahr 1941 ein Ende der Intensität der deutschen Bombenangriffe. Der letzte Großangriff des Jahres 1941 geschah am 10. Mai. Dabei kamen 1.400 Einwohner Londons ums Leben, und über 5.000 Häuser wurden zerstört. Insgesamt fielen den deutschen Luftangriffen 40.000 Menschen zum Opfer; die Zahl der zerstörten Häuser beläuft sich auf rund zwei Millionen.

Luftkrieg gegen Englands Staedte

Schlacht um Berlin

Schlacht um Berlin

Im April 1945 standen die russischen Armeen der Marschälle Konew und Schukow entlang der Oder und Neiße bereit zum letzten Sturm auf Berlin. Die Verteidiger der Stadt waren zahlenmäßig krass unterlegen und sehr schlecht ausgerüstet. Um die zweieinhalb Millionen kampferprobten und siegessicheren sowjetischen Soldaten aufzuhalten, hatte Hitler theoretisch eine Million Mann unter Waffen, doch viele davon waren für den Kampf an der Front wenig oder gänzlich ungeeignet.

Die sowjetische Offensive begann frühmorgens am 16. April. Bis zum 19. hatten die Russen alle drei Verteidigungsgürtel im Oder-Neiße-Bereich durchbrochen, eroberten die strategischen Seelower Höhen und nahmen die Ortschaft Müncheberg ein.

Am 20. April feierte Hitler in seinem Bunker unter der Reichskanzlei seinen 56. Geburtstag. Am Nachmittag kam er zum letzten Mal aus dem Bunker. Er inspizierte die Kindersoldaten der Hitlerjugend, wünschte ihnen bei der Verteidigung der Hauptstadt alles Gute und zog sich wieder in den Bunker zurück. Am gleichen Tag erreichten die Russen die Vororte Berlins und nahmen die Stadt massiv unter Beschuß. Bis zum nächsten Tag hatten Schukows Armeen den Autobahnring überquert und drangen in die nördlichen Vororte Berlins ein. Am gleichen Tag rückte Konew von Süden her in Berlin ein. Bis zum 26. April hatten die russischen Armeen die Stadt umkreist, und der Berliner Verteidigungsring, die letzte Verteidigungslinie, war fast auf ganzer Länge durchbrochen.

Im Stadtzentrum, das jetzt in Trümmern lag, wurde weiter um jede Straße und jedes Gebäude gekämpft. In den Kellern wartete die Zivilbevölkerung ängstlich auf das Ende.

Am 28. April setzte General Weidling, der Berliner Stadtkommandant, Hitler davon in Kenntnis, daß die Munitionsvorräte fast erschöpft und die Lebensmittel praktisch ausgegangen waren. Nun endlich sah Hitler ein, daß der Krieg verloren war, und beschloß, in Berlin zu sterben, aber Kapitulation kam nicht in Frage. Am 29. April heiratete er in einer kurzen Zeremonie in seinem unterirdischen Bunker Eva Braun, mit der er seit 14 Jahren zusammengelebt hatte.

Nur die feste Entschlossenheit der Verteidiger der Stadt hielt die Russen noch in Schach, doch am 30. begann der letzte Sturm. Am Nachmittag dieses Tages beging Hitler zusammen mit seiner Gattin Selbstmord. Am Nachmittag tobte der Kampf sogar im Reichstag.

In dem Gemetzel und der Anarchie, in der sich die Stadt befand, dauerte der Widerstand an. In Hitlers Bunker versuchten die verbliebenen Nazi-Größen, einen Waffenstillstand auszuhandeln, doch am 2. Mai nahm General Weidling die Sache selbst in die Hand und ordnete die allgemeine Kapitulation der Hauptstadt an. Über die Zahl der Gefallenen in der Schlacht um Berlin gibt es keine zuverlässigen Angaben. Groben Schätzungen zufolge starben 100.000 Soldaten auf beiden Seiten. Darüber hinaus gab es mindestens 100.000 Opfer unter der Zivilbevölkerung.

Der Berghof – Obersalzberg in Oberbayern

Der Berghof – Obersalzberg in Oberbayern

1923 besuchte Hitler zum erstenmal den Obersalzberg in Oberbayern. 1925 mietete Hitler ein Haus auf dem Berg mit Blick auf Berchtesgaden. 1928 erwarb er das Anwesen.

Anfangs bestand der Berghof nur aus einigen kleineren Waldstücken und dem Haus selbst. Nach und nach wuchs das Grundstück, bis es eine Größe von ca. 15 Quadratkilometern hatte, davon 80 Hektar Landwirtschaftsfläche. Das Haus selbst wurde 1935 auf drei Stockwerke mit über 30 Zimmern erweitert. Die Pläne für den Umbau stammten von Hitler selbst.

1936 zog Hitlers Lebensgefährtin Eva Braun in den Berghof ein. Da Hitler immer öfter hierher kam, entwickelte sich der Berghof de facto zu einem zweiten Regierungssitz. Wichtige Konferenzen wurden hier statt in Berlin oder München abgehalten. Es wurden Unterkünfte für SS-Wachen und ein komfortables Hotel für zusätzliche Gäste gebaut.

Als der Krieg andauerte und die Bombardierung deutscher Städte zunahm, wurde der Berghof für Hitler zum Ort, an dem er den schrecklichen Realitäten der deutschen Lage entfliehen konnte.
Der Berghof – Obersalzberg in Oberbayern

Offensive in Weißrußland

Offensive in Weißrußland

Die russische Sommeroffensive des Jahres 1944 began am 22. Juni, dem dritten Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion. Beinahe eineinhalb Millionen Soldaten mit 5.000 Panzern und Geschützen auf Selbstfahrlafetten und 6.000 Flugzeugen sollten der Wehrmacht einen Schlag versetzen, von dem sie sich nicht wieder erholen würde.

Der Angriff richtete sich gegen eine Frontausbuchtung in der Sowjetrepublik Weißrußland. Die Verteidigung dieses Abschnitts, der letzten dürftigen Basis, die den Deutschen in der Sowjetunion noch geblieben war, oblag den 38 Divisionen der Heeresgruppe Mitte. Das Hauptziel der Offensive war die Vernichtung der Heeresgruppe Mitte und ein rascher Vorstoß durch Polen und das Baltikum zur deutschen Grenze.

Der russische Vorstoß erfolgte mit zwei großen Angriffsspitzen, in denen Panzerkräfte und Infanterie konzentriert waren. Innerhalb von sechs Tagen waren sie an manchen Stellen bis zu 150 Kilometer weit vorgerückt und hatten der Wehrmacht Verluste in Höhe von 200.000 Gefallenen beigebracht. Am 1. Juli erreichten die Russen Borissow, am 3. Minsk. Über 100.000 Deutsche waren im Osten abgeschnitten.

Während die letzten von der Wehrmacht gehaltenen Gebiete in Rußland zurückerobert wurden, begannen die Russen, durch eine 400 Kilometer breite Bresche in der Front zu strömen. Die deutschen Armeen in der Mitte waren dezimiert. Ein deutscher General sagte später über die weißrussische Offensive, die deutschen Armeen an der Ostfront hätten im Sommer und Herbst 1944 die größte Katastrophe ihrer Geschichte erlebt, noch schlimmer als die von Stalingrad.

Ende August hatte der russische Vormarsch Warschau und die Ostgrenzen Deutschlands erreicht.
Offensive in Weißrußland

Lord William Beaverbrook

Lord William Beaverbrook

William Beaverbrook war aus eigener Kraft Millionär geworden und hatte ein großes Presseimperium aufgebaut. 1940 wurde der Freund und Verbündete Churchills zum Minister für Flugzeugbau ernannt. Zwischen Mai und August gelang es ihm, die Flugzeugproduktion zu verdreifachen, so daß die Verluste der Royal Air Force ausgeglichen und die Schlacht um England schließlich gewonnen werden konnte.

Lord William Beaverbrook