Deutsche Eroberung der Krim

Deutsche Eroberung der Krim

Der deutsche Vormarsch durch Westrußland erreichte die Krim Ende September 1941. Fü Hitler war die große, ins Schwarze Meer ragende Halbinsel mit ihrem Hafen Sewastopol von entscheidender Bedeutung für die Kontrolle des Schwarzen Meeres und des Kaukasus.

Am 2. Oktober startete General von Mansteins 11. Armee einen Angriff auf russische Stellungen an der Landenge Perekop. Zehn Tage später gelang von Mansteins deutschen und rumänischen Einheiten der Durchbruch, und sie begannen mit dem Vormarsch durch die Krim in Richtung Sewastopol. Ende Oktober standen die Deutschen am Stadtrand, doch erste Versuche, die Verteidigungsstellungen zu durchbrechen, wurden abgewehrt.

Die Stadt wurde von den Angreifern umstellt. Artillerie wurde herangeführt, und der Beschuß Sewastopols, der 247 Tage dauern sollte, begann. Zur Verteidigung der Stadt hatten die Russen drei Befestigungslinien ausgebaut. Sie reichten von Panzersperrgräben über unterirdische Festungsanlagen bis hin zu Bunkern und betonbewehrten Geschützständen, aus denen Schiffskanonen mit 15-30 cm Kaliber feuerten.

Um diese Stellungen zu überwinden und den Schiffsgeschützen Paroli zu bieten, setzten die Deutschen die wohl schwerste Artillerie ein, die im Krieg überhaupt zum Einsatz kam. Eines dieser Geschütze war die unter dem Namen Gustav bekannte 80-cm-Kanone, die zwei Eisenbahngleise benötigte und ein fünf Tonnen schweres Geschoß, das auch Beton durchdringen konnte, auf bis zu 45 Kilometer entfernte Ziele feuern konnte.

Unterstützt wurde der Artilleriebeschuß durch Luftangriffe auf die Stadt und auf russische Schiffe, die Nachschub und Verstärkungen nach Sewastopol brachten. Versuche, der Stadt von Osten über die Straße von Kertsch zur Hilfe zu kommen, scheiterten nach erbitterten Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch.

Der letzte Sturm auf Sewastopol begann am 7. Juni 1942 und dauerte 27 Tage. Am Monatsende hatten die Deutschen die höhergelegenen Gebiete östlich des Zentrums erobert und begannen mit dem letzten tödlichen Beschuß der noch verbliebenen Verteidigungsstellungen Sewastopols.

Am 3. Juli beugten sich die Verteidiger dem Schicksal. Stalin hatte lediglich die Evakuierung einer kleinen Zahl sowjetischer Funktionäre und Offiziere gestattet. Von allen anderen erwartete er, daß sie bis zum letzten Atemzug kämpfen würden. Viele Tausende kamen ums Leben und wurden in den Trümmern von Sewastopol begraben. Hunderttausend gerieten in Kriegsgefangenschaft. Die Stadt selbst lag in Schutt und Asche.

Deutsche Eroberung der Krim

Deutsche Invasion auf Kreta

Deutsche Invasion auf Kreta

Angespornt durch die Erfolge auf dem Balkan, unternahmen die Deutschen eine Luftinvasion auf Kreta, der strategisch wichtigen griechischen Insel, die seit kurzer Zeit eine britische Garnison beherbergte.

Die ersten Wellen von Fallschirmjägern landeten am 20. Mai 1941 im Norden der Insel. Unmittelbares Ziel war die Einnahme geeigneter Flugplätze, die für die Landung von Verstärkungen und Nachschub dringend gebraucht wurden. Am ersten Tag des Unternehmens gab es heftige Kämpfe und hohe Verluste, doch am Morgen des 21. war ein Flugplatz im Nordwesten Kretas in deutscher Hand. Mit frischen Truppen und Ausrüstungen konnten die Deutschen ihren Vormarsch durch die Insel von West nach Ost beginnen.

Die Eroberung des Flugplatzes war ein entscheidender Moment in der Schlacht um Kreta. Am zweiten Tag wurden 1.000 neue Soldaten eingeflogen. Am dritten Tag 2.000 weitere. Am Ende der ersten Woche dieses Unternehmens, das als erste luftgestützte Invasion in die Geschichte eingehen sollte, waren über 20.000 Mann samt Kriegsgerät und Proviant auf der Insel gelandet.

Die Deutschen rückten an mehreren Fronten gleichzeitig vor und drängten die Briten durch die Berge zurück. Einheiten, die nicht im Norden abgeschnitten waren, flohen nach Süden zur Hafenstadt Sfakia und begannen, sich nach Ägypten einzuschiffen. Während der Schlacht um Kreta und der anschließenden Räumung erlitt die britische Marine schwere Verluste durch Luftangriffe. Neun Kriegsschiffe wurden versenkt, viele weitere schwer beschädigt, und trotz der Evakuierung von fast 17.000 Mann blieben noch etwa 12.000 zurück und kamen in Gefangenschaft.

Die Deutschen sollten bis Kriegsende auf Kreta bleiben. 1944 wurde die dortige Garnison während des deutschen Abzugs aus Griechenland und vom Balkan abgeschnitten und nahm am Geschehen der letzten Kriegsmonate nicht mehr teil. Die Kapitulation erfolgte erst bei Kriegsende.

Deutsche Invasion auf Kreta

Konferenzen der Alliierten

Konferenzen der Alliierten

Das erste wichtige Treffen zwischen Roosevelt und Churchill fand im August 1941 an Bord eines Schiffs in der Placenta Bay vor Neufundland statt. Dabei verkündeten die beiden Staatsmänner die Atlantik-Charta, eine Grundsatzerklärung über die territoriale Integrität kleinerer Staaten und das Recht auf Freiheit und Demokratie. Inoffiziell wurde für den Fall, daß Amerika in den Krieg hineingezogen werden sollte, vereinbart, der Niederringung Deutschlands als Hauptmacht im Achsenbündnis Priorität zu geben.

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour im Dezember 1941 wurden diese Vereinbarungen zur Grundlage der Strategie der Alliierten und führten im November 1942 zur Invasion in Nordafrika. Im marokkanischen Casablanca einigten sich die beiden Staatsmänner im Januar 1943 auf die Invasion in Sizilien im gleichen Jahr sowie darauf, Vorbereitungen für ein Landungsunternehmen in Frankreich im Frühjahr 1944 zu treffen.

Bei ihrem Treffen in der persischen Hauptstadt Teheran im November 1943 saßen Churchill, Roosevelt und Stalin erstmals zu dritt an einem Tisch. Obwohl offiziell mit England verbündet, gab sich Stalin alle Mühe, Churchill zu isolieren, indem er Roosevelt als seinen persönlichen Gast in der russischen Botschaft einquartierte.

Die Sorge der Russen vor einer Einmischung der Alliierten in Osteuropa hatte durch die Invasion in Italien und die italienische Kapitulation im September neue Nahrung erhalten. Auf der Teheraner Konferenz wurde diese Sorge von Roosevelt zerstreut, der sich auf Stalins Seite stellte und versicherte, die alliierte Hauptoffensive werde 1944 nicht von Süden her über Italien, sondern von Western über Frankreich erfolgen.

Zum letzten Mal trafen sich die drei Staatsmänner am 4. Februar 1945 in Jalta auf der Krim. Zu einem Zeitpunkt, als Deutschlands Niederlage kurz bevorstand, war Roosevelt entschlossen, die Sowjets dafür zu gewinnen, in den Krieg gegen Japan einzutreten, dessen erfolgreicher Abschluß in Roosevelts Augen noch erhebliche militärische Anstrengungen erfordern würde. Als Gegenleistung wurden Rußland geheime territoriale Zugeständnisse im Osten gemacht, hauptsächlich zu Lasten Chinas.

Die Zukunft Osteuropas und vor allem Polens, wegen dessen Schicksal England und Frankreich ursprünglich den Krieg erklärt hatten, wurde ebenfalls beschlossen, doch durch die vollendete Tatsache der russischen Besetzung waren diese Diskussionen weitgehend sinnlos geworden.

Nach der deutschen Kapitulation wurde die letzte große Konferenz der Kriegsalliierten in Potsdam bei Berlin abgehalten. Churchill war von Clement Attlee abgelöst worden, Roosevelt von Truman. Im Mittelpunkt der Potsdamer Konferenz standen eine Reihe von Vereinbarungen mit Stalin, die sich aber als wenig präzise und in der Praxis nicht durchsetzbar erwiesen, was im Westen Mißtrauen und Desillusionierung hervorrief und zu jahrzehntelanger Gegnerschaft zwischen Ost und West führen sollte.

Konferenzen der Alliierten

Konzentrationslager

Konzentrationslager

Als Hitler 1933 an die Macht kam, begann die SA mit dem lange angekündigten „Aufräumen“ unter ihren Gegnern. Die wie eine Hilfspolizei agierende SA internierte ihre Opfer in schnell errichteten Lagern. Das erste davon lag in der Nähe von Dachau in Bayern. Der Zweck der Lager bestand anfangs in der Konzentration und Isolation unerwünschter Elemente und politischer Gegner des neuen Reiches.

Ab 1934 oblag die Verwaltung der Lager nicht mehr dem Justizministerium, sondern der SS. Theodor Eicke, der Kommandant von Dachau, wurde zum Inspekteur der Konzentrationslager und Führer der zur Lagerbewachung eingesetzten SS-Totenkopfverbände ernannt.

Während der 30er Jahre wuchs die Zahl der Lagerhäftlinge. Zu ihnen zählten Kommunisten und Gewerkschafter, Homosexuelle, Kleinkriminelle, Juden, Zigeuner und Fundamentalisten jeder denkbaren Richtung. Entsprechend wuchs auch die Zahl der Lager. 1941 gab es zehn Haupt- und 25 Nebenlager. Innerhalb der Lager wurden die Häftlinge in Gruppen zusammengefaßt und mußten Nummern und farbige Markierungen tragen, die sie in die verschiedenen Kategorien einordneten. Politische Häftlinge trugen einen roten, Homosexuelle einen rosafarbenen und Kriminelle einen grünen Aufnäher. Die Juden mußten einen gelben Stern tragen.

1942 wurde das KZ-Wesen verwaltungstechnisch Oswald Pohl unterstellt, der zu diesem Zeitpunkt bei der SS den Wirtschaftsbereich leitete. Unter Pohl entwickelten sich die Konzentrationslager zum Mittelpunkt eines von der SS beherrschten riesigen Wirtschaftsimperiums. Sie wurden aber auch zum Streitobjekt zwischen denen, die wie Pohl den wirtschaftlichen Nutzen der Lager als unerschöpfliche Quelle billiger Arbeitskräfte sahen, und denen, die sie als Vernichtungslager nutzen wollten.

Bestimmte Lager sollten für den Zweck der Massenvernichtung errichtet beziehungsweise umgebaut werden. Andere sollten auf die Ausbeutung von Arbeitskraft zugeschnitten werden. In den Arbeitslagern schufteten die Insassen in 12-Stunden-Schichten, entweder in SS-eigenen Betrieben oder in Unternehmen, deren Besitzer pro Tag und Arbeitskraft zwischen 4 und 8 Reichsmark an die SS entrichteten. Die Lebenserwartung betrug in diesen Lagern weniger als 9 Monate.

Die eigentlichen Vernichtungslager wurden außerhalb der Grenzen des Reichs errichtet. Dorthin wurde die verbliebene jüdische Bevölkerung des Reichs und der besetzten Gebiete verschleppt. Auch Slawen, Zigeuner und Angehörige anderer Rassen wurden Opfer der von Hitler gewollten Endlösung vermeintlicher Rassenprobleme. Die Tötungskapazität der neuen Lager sollte 60.000 pro Tag betragen. Im KZ Auschwitz, das insofern einmalig war, als es sowohl als Arbeits- wie auch als Vernichtungslager diente, wurde die Tötungskapazität innerhalb von zwei Jahren versiebenfacht.

Rudolph Höß, der Lagerkommandant von Auschwitz, ging bei der Vernichtung unschuldiger Menschenleben neue Wege. Neuankömmlinge wurden danach selektiert, ob sie arbeiten oder gleich umgebracht werden sollten. Den für die Ermordung vorgesehenen Menschen wurde befohlen, sich auszuziehen und auf eine gemeinschaftliche Dusche vorzubereiten.

Die Nackten wurden zu den Duschblöcken geführt. Wer zögerte oder sich widersetzte, wurde mit Stöcken geschlagen. Nachdem alle hineingezwängt waren, wurden die Türen von außen verriegelt und die Duschen angestellt. Anstelle von Wasser wurde Gas durch die Leitungen gepumpt. Nach einer halben Stunde öffneten sich die Türen an der Rückseite, und Arbeitskommandos aus Häftlingen und Wachen begannen mit der Entfernung der Leichen. Anschließend wurden sie zum Verbrennungsblock transportiert und in Öfen verbrannt.

Es läßt sich unmöglich genau sagen, wie viele Menschen auf diese Weise ermordet wurden. In Auschwitz allein starben über eineinhalb Million Menschen, hauptsächlich in den Gaskammern. Viele der Leichname blieben unverbrannt, weil die Verbrennungsanlagen nicht so gut funktionierten wie die Tötungsanlagen.

Paradoxerweise erwiesen sich die Vernichtungslager bei der Ermordung ihrer Insassen als weniger effizient als die Arbeitslager. Im Zeitraum 1933-1945 wurden über eineinhalb Millionen Menschen in Arbeitslager gesteckt. Man nimmt an, daß davon mindestens eine Million aufgrund der unvorstellbar schlechten Bedingungen ums Leben kamen.

Zwischen 1942 und 1945 dürften etwa 10 bis 13 Millionen Menschen in die Vernichtungslager gekommen sein, von denen rund die Hälfte dem Tod entging. Die Vernichtungslager konnten in den letzten Jahren mit der riesigen Zahl von Menschen, die ihnen das Dritte Reich zur Ermordung überstellte, einfach nicht mithalten.

Konzentrationslager

Generalleutnant Joe Collins

Generalleutnant Joe Collins

„Lightning“ Joe Collins war für sein wildes Draufgängertum bekannt, wenn es galt, dem Feind nachzusetzen. In der Normandie kommandierte er das amerikanische 7. Korps beim Ausbruch von dem Landungskopf und zeichnete sich bei Operationen in Cherbourg und St. Lo aus. Beim Vormarsch durch Deutschland erwies sich Collins als hervorragender Kommandeur, der mit seinen Truppen bei Remagen den Rhein überquerte und die Umkreisung des Ruhrgebiets leitete. Im April 1945 wurde er zum Generalleutnant befördert.

Generalleutnant Joe Collins

General Mark Clark

General Mark Clark

General Mark Clark, für den Churchill den Spitznamen „amerikanischer Adler“ geprägt hatte und der bei Eisenhower hohes Ansehen genoß, wurde zum Befehlshaber der amerikanischen 5. Armee bei der Invasion in Italien im September 1943 ernannt.

Während dieser Aktionen und als Oberbefehlshaber der späteren Operationen bei Monte Cassino und Anzio erwies sich Clarks militärische Kompetenz als der seiner Widersacher deutlich unterlegen. Doch trotz einer Kette von Rückschlägen im Kampfgeschehen sowie taktischer Fehleinschätzungen behielt Clark die Rückendeckung der alliierten Befehlshaber und übernahm für die Dauer des Krieges das Kommando über die Operationen der Alliierten in Italien.

General Mark Clark